Wir heissen 60 neue Urnerinnen und Urner willkommen

Liebe Schweizer und Urner Neubürgerinnen und Neubürger

Wir feiern heute Ihre Einbürgerung und dazu begrüsse ich Sie alle herzlich im Rathaus des Kantons Uri. In der Schweiz leben Sie schon lange – Schweizerinnen und Schweizer, Urnerinnen und Urner und Gemeindebürger – alle drei gehören zusammen – sind Sie jetzt geworden und darüber freuen wir uns gemeinsam. Wer hier lebt, wer hier gerne lebt, wer hier etwas aufbauen will, wer sich zur Schweiz bekennt, sollte auch alle Rechten und Pflichten haben, alle Möglichkeiten der Teilhabe am öffentlichen Leben, auch der demokratischen Willensbildung. Und sollte also die Chance ergreifen das Schweizer Bürgerrecht zu erwerben. So wie Sie es getan haben – meine Damen und Herren, Sie alle haben die Erfahrung gemacht, dass der Erwerb des Schweizer Bürgerrechtes ein langer Weg ist – Sie sind diesen Weg gegangen – und Sie sind am Ziel. Sie haben in unserem Land und im Kanton Uri eine neue Heimat gefunden – Ich bin überzeugt, Sie haben eine gute Entscheidung getroffen. Der heutige Tag ist ein besonderer Tag für Sie und für uns. Wir freuen uns und heissen Sie herzlich willkommen.

Im letzten Jahr konnten wir total 26 Einbürgerungsgesuche bewilligen und wir können so 60 Frauen, Männer und Kindern im Kanton Uri neu als Schweizer-, Urner- und Gemeindebürgerinnen und bürger willkommen heissen. Sie kommen aus sieben Ländern (Brasilien, Deutschland, Italien, Kosovo, Kroatien, Serbien, Sri Lanka und Türkei), sowie aus der Schweiz, welche das Urner Landrecht erhalten haben.Eine Gesellschaft lebt und bereichert sich durch neue Strömungen und Einflüsse – Uri ist ein Kanton, der seit jeher zwischen Abschottung und Öffnung lebt. Abschottung – ein bisschen „Knorrigkeit“ vielleicht auch -bedingt durch die uns umgebenden Berge, die Enge und Kleinheit, aber auch das sich aufeinander verlassen können – Öffnung durch die Transitroute am Gotthard, die Durchreisende, aber auch immer wieder neue Ideen und Menschen, die hier blieben nach Uri brachte. Diese beiden Gegenpole prägen unser Leben bis heute – ich hoffe, dass wir aus diesen beiden Polen weiterhin je das Gute für unsere Zukunft nutzen, vielleicht mit einem Schuss mehr Öffnung, mehr Weit- und Fernsicht für neue Ideen. Darum freuen wir uns auf Sie, denn Sie haben und werden neue Betrachtungsweisen in unsere Gesellschaft und in die Politik bringen.

Ich wünsche mir, dass Sie als Schweizer Bürgerinnen und Bürger wach und mit Zuneigung am politischen und gesellschaftlichen Leben unseres Landes und unseres Kantons teilnehmen, damit wir gemeinsam unser Zukunft in die Hände nehmen. Gut auch wenn wir eine Sichtweise einnehmen, die eine ganz neue ist, als die uns gewohnte – das bringt uns weiter.

 

 

 

 

 

 

 

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