Wahlfeier Regierungsrat Roger Nager

Sehr geehrte Herr Regierungsrat

Damen und Herren Regierungsräte

Gemeindepräsident, Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderates

Herr Talammann

Familie und Freunde

Liebe Andermatterinnen und Andermatter, liebe Urschnerinnen und Urschner

 

Im Namen des Urner Volkes und des Urner Regierungsrates überbringe ich Ihnen, Ihrer Familie und der Gemeinde, der Korporation Ursern, ja der ganzen Talschaft meine herzlichste Gratulation zur (glanzvollen) Wahl in den Urner Regierungsrat.

Das Wahlresultat zeigt, sehr geehrter Herr Regierungsrat, lieber Roger, das Urner Volk vertraut auf deine Fähigkeiten. Diese Anerkennung hast Du in mehrjähriger erfolgreicher Tätigkeit, als Gemeindepräsident von Andermatt  erarbeitet. Es ist aber mehr als deine Tätigkeit in diesen Ämtern, die dich zur Wahl in den Regierungsrat geführt hat. Es ist die Persönlichkeit des neugewählten Regierungsrates. Er ist durchsetzungsstark, kommunikativ bewandert und fällt als richtiger Urschner nicht grad bei jedem Windhauch um. Wie könnte er auch, das Urserntal ist ja bekannt für seine meteorologischen besonderen Lage. Und da wird einem echten Urschner wohl eben die Standhaftigkeit gegen Wind mit in die Wiege gelegt. Das wirst du im Regierungsrat auch brauchen können – denn wie heisst es treffend und auch herausfordernd uns sollte gerade in der Politik Leitlinie sein: Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

Schon der junge Goethe fühlte sich im Urserntal „sauwohl“ und meinte: Mir ist’s unter allen Gegenden, die ich kenne, die liebste und interessanteste“. Das anerkennen auch die Urnerinnen und Urner und haben gefunden, dass diese Gegend mit ihren Charakterköpfen, die auch viel zum guten Bild Uris beiträgt im Urner Regierungsrat mit einem typischen Urschner vertreten sein. Auf diese Fähigkeiten setzen die Urnerinnen und Urner, darum haben wir dich gewählt!

Ja das Urserntal, Garant für ein gutes Bild des Kantons nach aussen – mit grosser Freude und mit Stolz haben wir die grossartigen Leistungen von Aline Danioth an der Jugendolympiade und nun auch noch an der Jugendweltmeisterschaft zur Kenntnis genommen. Der Regierungsrat gratuliert Aline Danioth, dem Skiklub Andermatt und der Familie von Herzen zu diesem grossen Erfolg.

Die Urnerinnen und Urner haben uns gewählt– auf dass wir sie und unseren Kanton würdig und mit Kraft vertreten und uns für seine gute Zukunft einsetzten. Ganz in der Tradition und Kette unserer Vorgängerinnen und Vorgänger – drei von Ihnen geben ja am 1. Juni Ihr Amt weiter an die neu gewählten Nachfolger. Herzlichen Dank im Namen des Urner Volkes und des Regierungsrates an die Herren Regierungsräte Josef Dittli, Markus Züst und Beat Arnold – für den grossen Einsatz in den letzten Jahren für Uri. Sie waren Garant, dass wir im Gremium gute Arbeit leisten konnten. Bis am 1. Juni sind sie aber noch im Amt und werden sicherlich noch den einen oder anderen Pflock einschlagen.  Gratulation Wiedergewählte RR Beat Jörg neu Landammann, Barbara Bär, Landesstatthalter und Urban Camenzind. Für den zweiten Wahlgang wünschen wir den Kandidatinnen und Kandidaten viel Glück und wir freuen uns im April als Gremium wieder vollständig zu sein.  Herzliche Gratulation auch den gewählten Landrätin und Landräten aus dem Urserntal.

Regierungsrat sein – was bedeutet das?  Was ist unser Auftrag:

Unsere Aufgaben als Regierungsrat sind in der Kantonsverfassung und in der Verordnung über die Organisation der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit definiert. Das ist unser Auftrag, den wir vom Volk erhalten haben. Der Regierungsrat ist die leitende und die oberste vollziehende Behörde des Kantons. Er bestimmt die wichtigen Ziele und Mittel des staatlichen Handelns. Wir müssen das Heft in der Hand halten, wir müssen diese Führungsaufgabe wahrnehmen – wir sind verantwortlich, dass es dem Kanton Uri gut geht. Der Regierungsrat erfüllt seine Aufgaben als Kollegialbehörde. Die Aufgaben des Kollegiums haben Vorrang vor allen anderen Verpflichtungen eines Mitglieds des Regierungsrates. Wir sind als Regierungsratskollegium nur so gut, als es unser schwächster Beschluss ist. Der Regierungsrat freut sich, dass du deine Stärken, deine Fähigkeiten, dein Wissen und dein Netzwerk zum Wohle des Kantons einbringen wirst.

Unser Kanton muss sich weiterhin kontinuierlich nach innen und aussen entwickeln, damit er auch in Zukunft ein attraktiver Wohn-, Lebens-und Wirtschaftsraum ist.

Uri ist ein starker Kanton reich an wunderbaren Natur- und Landschaftswerten, reich an starken Unternehmungen, reich an neuen Tourismusstrukturen, reich an Menschen mit Ideen und Visionen. Uri ist gut unterwegs. Auf diesem Pfad gilt es mit neuen Ideen weiterzuschreiten. Und da hast du im Wahlkampf ja deine Ideen bereits skizziert und genau das braucht es: Ideen, Visionen für die Zukunft des Kantons. Es warten Herausforderungen auf den Kanton Uri und damit auf den Regierungsrat – diese gilt es gemeinsam anzugehen. Ob du bei der Fülle an Aufgaben wirklich in den vermeintlich übrigen 20% am Gemsstock Skifahren wirst, wird sich weisen – ich freue mich aber auf jeden Fall, wenn wir in den nächsten zwei Jahren das Skigebiet, die Skigebietsverbindung eröffnen können – dafür setzen wir uns ein und ich bin überzeugt, da sind wir auf einem guten Weg.

Wir sind Verfassung, Gesetz und dem Volk verpflichtet und gehen diese Aufgaben selbstbewusst als Kollegium an.

  • Wir sorgen dafür, dass Uri seine Stärken entfaltet und sich unser Kanton weiterhin kontinuierlich nach innen und aussen weiterentwickelt, damit er auch in Zukunft ein attraktiver Wohn-, Lebens-und Wirtschaftsraum ist.
  • Wir tragen den Aufbruch weiter, dabei können wir auf die Stärken der Weitsicht, des Zusammenhalts und der Kleinheit und das Beispiel des Urserntals setzen.
  • Wir überschreiten Grenzen – auch geistige Grenzen, wir packen Neues mutig an durch Offenheit im Geist, denn unser heutige Wohlstand entstand nicht durch Widerstand, sondern durch mutige, vorausschauende Menschen, die sich mit dem alten nicht mehr zufrieden geben konnten. Wir setzen uns mutig in diese Tradition und ziehen Kraft aus der Geschichte.
  • Wir überdenken Althergebrachtes, wo Althergebrachtes nicht mehr funktioniert, wo Schwächen eindeutig zu Tage treten, begegnen wir diesen mit Offenheit und neuen Antworten. Denn es ist sicher, es wird kommen dieses Neue.
  • Wir machen die Leistungen Uris im Interesse der Eigenossenschaft klar und wir pochen immer wieder auf berechtigte Forderungen gegenüber der Eidgenossenschaft und den anderen Kantonen, wie es die Bundesverfassung vorsieht.
  • Wir erklären und kommunizieren Volk, Behörden und Gemeinden unsere Ziele.

 

Mögen wir als Kollegium in den nächsten Jahren eine gute Hand haben und mag dem Kanton Uri auch in Zukunft das Glück gewogen sein.

 

 

 

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